Verkehr in den Ballungsräume und Verkehrsmittelwahl

Der Verkehr in den Ballungsräumen in Deutschland ist heutzutage ein unumstrittenes Problem. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Diese können von der Anordnung der Ballungsräume, also polyzentrisch bzw. monozentrisch bis hin zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs reichen. Die wichtigsten Ursachen auf unsere heutige Verkehrsproblematik, die häufig auch als Verkehrsinfarkt bezeichnet werden, werden im Folgenden beschrieben.

Die Ballungsräume der Bundesrepublik Deutschland sind auf 13 % der Fläche angesiedelt. Auf dieser kleinen Fläche leben 43 % der Bevölkerung. Diese Dicht von Menschen auf kleiner Fläche verursacht zum Großteil unsere als Verkehrsinfarkt bezeichneten Verkehrsprobleme. Hierbei zusätzlich negativ wirkende Faktoren sind das Wachstum der Bevölkerungen und das Sinken der durchschnittlichen Haushaltsgröße in den Ballungsräumen. Während in früheren Zeiten jeder Haushalt gerade mal ein Auto hatte, so haben heute viele Haushalte zwei Autos.

Ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung der Autos im Vergleich zur Bevölkerung. In Deutschland hat die gesamte Bevölkerung bequem auf den Vordersitzen platz.

Das Wachstum unserer Ballungsräume ist noch nicht beendet. Die Ballungsräume dehnen sich auch heutzutage noch aus, da die Ballungsräume wirtschaftlich und kulturell für viele Menschen sehr anziehend sind. Daher kommt es zur Ausdehnung und Neugliederung der Ballungsräume und damit zu noch komplexeren Strukturen als diese vorher bestanden. Ein Beispiel das jeder kennt sind die Pendler. Bei Pendlern sind Arbeitsplatz und Wohnplatz räumlich getrennt. Hierdurch wird Verkehr hervorgerufen. Vor allem durch das Auto bzw. Pkw konnten diese komplexen Strukturen überhaupt ermöglicht werden. Das Auto erhöhte die die Durchschnittsgeschwindigkeit bei Ortsveränderungen und ermöglichte eine bessere Verbindung zwischen den Gemeinden im Umland und den Ballungsräumen. Die Anziehungskraft der Ballungsräume in Verbindung mit der leichteren Überwindung von Raum sind zwei sich selbstverstärkende Faktoren für mehr Verkehr.

Weitere Faktoren für den steigenden Verkehrs sind nachfolgenden beschrieben. Die steigende Motorisierung der Bevölkerung (Kfz-Bestand 1980 31,6 Mio., 1990 42,5 Mio. ) in Verbindung mit den gestiegenen Nettoeinkommen ließ das Verkehrsaufkommen (42.157 Mio. im Jahr 1980, 45.730 Mio. im Jahr 1990 ) und die Verkehrsleistung (1980 603,5 Mrd. Personenkilometer, 1990 729,9 Mrd. Personenkilometer ) steigen.

Die Konsequenzen des Verkehrs wie Stau, Lärm, Sicherheitsrisiken und Parkplatzsuchverkehr (interessant ist, die Frage: gibt es zuwenig Parkplätze, Garagen bzw. Carports oder zu viele Autos) lassen sich täglich in den Ballungsräumen beobachten. Die Straßen gelangen durch ihre heutige Nutzung zeit- und abschnittsweise an ihre Kapazitätsgrenzen. In einer wissenschaftlichen Arbeit stellen wir daher Einflüsse auf das Verkehrsmittelwahlverhalten dar.

Untersucht wurde ob eine Flexibilität der Verkehrsmittelwahl besteht. Dies wurde anhand eines Modells, das auch den Kauf bzw. die Nutzung von Verkehrsmitteln und die Habitualisierung (gewohnheitsmäßige Nutzung) erklären kann, geprüft. Definiert wurde der Begriff Flexibilität für die Untersuchung in die wegebezogenen Begriffe Eignung, Verfügbarkeit und Zufriedenheit. Mehr darüber können Sie unter www.verkehrsmittelwahl.de erfahren.

Maik Mohl

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