Mongolische Todeswürmer: Leseprobe aus dem Buch "Nessie"

Unter dem Sand der Wüste Gobi in der Mongolei lauert – nach Mutmaßungen von Kryptozoologen – der „Mongolische Todeswurm“. Einheimische bezeichnen diese angeblich sehr gefährliche Kreatur als „Allghoi khorkhoi“, was „Darmwurm“ heißt. Sie sprechen nur mit großer Scheu von dem Wurm, weil allein die Erwähnung seines Namens bereits Unglück bringen soll.

Begegnungen mit dem bis zu 1,20 Meter langen „Mongolischen Todeswurm“ sollen für Menschen immer tödlich enden, heißt es. Das fette, leuchtend rote und schlangenähnliche Tier tötet – phantasievollen Schilderungen zufolge – seine Opfer, ohne sie zu berühren, durch starkes Gift oder Stromschläge.

Wenn der schreckliche Wurm jemand töten will, erhebt er sich – nach Angaben mongolischer Nomaden – bis zur Hälfte aus dem Wüstensand. In solchen Momenten sollen sich die Blasen auf seinem Körper vergrößern und er soll daraus sein todbringendes Gift spritzen.

Der tschechische Autor Ivan Mackerle erfuhr von dieser furchterregenden Kreatur, als er einer mongolischen Studentin von seiner Tauchexpedition im schottischen Loch Ness erzählte, bei der er das Seeungeheuer „Nessie“ gesucht hatte.

Die Studentin berichtete, in Dünen der Wüste Gobi verstecke sich eine grausame Kreatur, die einen Mann, ein Pferd oder ein Kamel auf der Stelle töten könne.

Bei einer Expedition in der Mongolei freundete sich Mackerle mit Nomaden an, die über den „Todeswurm“ interessante Einzelheiten wussten. Demnach versprühte das Tier angeblich Säure, die alles gelb verfärben und korrodieren ließ. Durch die Farbe Gelb werde der unheimliche Wurm auch angelockt.

Skeptiker verweisen darauf, dass ein herkömmlicher Wurm in der Wüste auf der Stelle vertrocknen würde. Aus diesem Grund heißt es, der „Mongolische Todeswurm“ könnte eine Schlange oder ein anderes Reptil sein, das die in Wüsten üblichen hohen Temperaturen vertrage.

Auch in Südamerika kursieren Gerüchte über „Todeswürmer“. Sie sollen vor allem in einsamen und verlassenen Gebieten leben und kilometerlange Röhrensysteme anlegen, in denen sie sich aufhalten.

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Kontakt:
Ernst Probst

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