| Hanf - eine Rohstoffpflanze |
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Bei Hanf (oder botanisch Cannabis sativa) handelt es sich um eine einjährige Pflanze. Diese wächst so schnell, dass jegliches Unkraut unterdrückt wird. Daher kommt der Hanf in aller Regel ohne umweltkritische Pestizide und Herbizide aus. In den ca. hundert Tagen von der Aussaat bis zur Ernte wächst die Hanfpflanze ungefähr drei bis vier Meter hoch.
Hanf wird aufgrund von drei potentiellen Erntezielen angebaut: Hanffasern, Hanfsamen oder Marihuana bzw. Haschisch. Letzteres ist in Deutschland bis dato illegal. Berücksichtigt man, dass Haschisch und Marihuana aber auch therapeutischen Nutzen in der Medizin haben, kann es durchaus sein, dass es in den kommenden Jahren auch diesbezüglich gesetzliche Änderungen geben könnte.
Bei den Hanffasern unterscheidet man zwischen Lang- und Kurzfasern. Die Langfasern sind die wertvolleren und gehen in der Regel in eine textile Weiterverarbeitung. Die Kurzfasern dienen als Inputmaterial für die Herstellung von Faserverbundwerkstoffen. Faserverbundwerkstoffe kommen z.B. im Automobilbau zum Einsatz. Aufgrund von Umweltaspekten ist dieses Segment im Wachsen begriffen.
Hanfsamen sind einerseits ein Lebensmittel, welches ähnlich verwendet werden kann wie Getreide. Besonders in Bäckerei werden recht viele Hanfsamen verarbeitet. Zudem lässt sich aus Hanfsamen ein wertvolles Speiseöl pressen, welches als Speiseöl aber auch als Basiskomponente in der Kosmetikindustrie eine zunehmend wichtige Rolle spielt.
Die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten machen den Hanf zu einem sehr zukunftsträchtigen nachwachsenden Rohstoff.
Klaus-Martin Meyer |
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