Folienbeschriftung - eine Wissenschaft für sich

Folienbeschriftungen werden durch Schneideplotter erzeugt, die mit dem Messer die Folie - und zwar nur die Folie - bis zum Trägerpapier schneiden. Es werden nur die Konturen der Formen und Buchstaben geschnitten. Danach folgt das Entgittern. In diesem Vorgang wird die restliche Folie vom Trägerpapier gelößt, so dass nur noch die Buchstaben und Formen übrig bleiben, die später aufgeklebt oder aufgebügelt werden sollen. Applicationtape benötigt man, damit die einzelnen Objekte dann vom Trägerpapier auf die zu beklebende Stelle übertragen werden können.

Alles in allem klingt das ziemlich einfach. Doch der Vorgang des Schneidens erfordert bei der Schleppmessertechnik eine Vielzahl von Berechnungen. Das Schleppmesser hat seinen Schneidepunkt außerhalb der Mitte (im Gegensatz zu einem Stift). Diese Tatsache erfordert, dass die Grafikdaten aufbereitet werden. Findet diese Kompensation der Daten nicht statt, so bleiben von spitzen Ecken nur noch unansehnliche Rundungen übrig. Ausserdem entstehen an den Ecken - ohne Kompensation - unerwünschte Kräfte, weil Positionen mit dem Messer angefahren werden, die das Messer nicht ohne weiteres erreichen kann.

Diese Kräfte verhindern zugleich das Schneiden von kleinen Objekten wie z.B. "i"-Pünktchen usw. Diese werden vom Trägerpapier abgehoben und sind meist nicht mehr zu retten.

Teuere Plotter kümmern sich um die Kompensation der Daten selbst. Allerdings gibt es auch viele Billiganbieter von Schneideplottern, die diese Kompensation der Schneidedaten nicht berücksichtigen, was ihnen schnell einen schlechten Ruf einbringt. An diesem Punkt muss Schneidesoftware zum Einsatz kommen, welche die Schneidedaten für den Plotter aufbereitet. Dann kann man auch durchaus mit einem billigen Gerät gute Ergebnisse erzielen.

Eine Schneidesoftware, die sich um die Aufbereitung der Schneidedaten kümmert kommt von der Firma Pippinger. Passenderweise trägt die Software den Namen CLEARCUT. Ein schöner Nebeneffekt von CLEARCUT ist, dass es auch als Plottspooler eingesetzt werden kann. Das heißt Design und Produktion können getrennt werden und somit Wartezeiten effektvoll eliminiert werden.

Verfasser:
Peter Pippinger

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