| Faszination Namenwelt |
|
Jeden Tag kommunizieren wir mit dutzenden Menschen. Vieles geschiet dabei non-verbal, für vieles benutzen wir unsere Sprache und deren Wörter. Unter den hunderten Wörtern die wir täglich benutzen, gibt es eine Gruppe, die sich von den anderen Unterscheidet: Namen. Namen sind anders. Sie haben keine „Bedeutung“, jedenfalls nicht im selben Sinn anderer Wörter, die wir in einem Lexikon nachschlagen können. Was Namen aber haben ist ein Ursprung, an Hand dessen sich eine frühere Bedeutung feststellen läßt. Besonders gut zu veranschaulichen ist das an Nachnamen, denen oft ein Beruf, ein Ort oder ein Vorname zugrunde liegt. So ist der Nachname „Sauschneider“ etwa aus dem Beruf des Schweinekastrators hervorgegangen; dem Nachnamen Pohl kann z.B. eine schlammige Pfütze, ein „Pfuhl“ zugrunde liegen und ein „Müller“ ist offensichtlich. Er geht auf den Beruf des Müllers zurück (und ist heute der häufigste Nachname im Deutschen. Daran zeigt sich, wie wichtig der Beruf einst gewesen ist. )Auch unsere Vornamen lassen sich oft auf eine ursprüngliche Bedeutung zurückverfolgen. Viele, besonders zeitlose Vornamen, leiten sich aus der Bibel her und haben oft zahlreiche Varianten hervorgebracht. Denken Sie nur an Johannes. Dazu gibt es die Namen Johann, John, Jan, Janek, Hans, Hannes uv.a.m. Johannes kommt aus dem Hebräischen und bedeutete „Gott ist gnädig“. Mit der Bibel wurde er weltweit bekannt. Namen gebrauchen wir täglich, ohne dass wir uns darüber im Klaren sind, dass oft eine Bedeutung dahinter steck. Wenn Sie sich aber einmal selbst fragen, was ihr Name bedeutet und die Namensforschung ihr Interesse weckt, dann laufen auch Sie Gefahr, sich von der Faszination der Namenwelt gefangen nehmen zu lassen. Thomas Liebecke dtfp [at] gmx[punkt] de |
| < zurück | weiter > |
|---|