Begleitstudie zur Darmspiegelung
Eine 2006 veröffentlichte Studie (DMW) befasst sich mit dem Erfolg von Darmspiegelungen (Koloskopie) als Vorsorgemaßnahme. Die Krankenkassen erkannten die Koloskopie im Jahre 2002 als sinnvolle Vorsorgemaßnahme zur Darmkrebsfrüherkennung an und seitdem wird Patienten über 55 Jahren im 10-Jahresrhythmus diese Darmkrebs Vorsorge angeboten. Die Befunde von 110.000 Darmspiegelungen konnten zwischen 2003 und 2005 erfasst und ausgewertet werden.

Vereinfacht wurde die Sammlung der Daten durch den Anschluss von 280 Praxen an eine spezielle Internetdatenbank, in der die jeweiligen Befunde eingegeben werden konnten. Dabei stellte sich heraus, dass sich bei jedem Fünften der Untersuchten Polypen im Darm gebildet hatten. Grundsätzlich werden diese Polypen als Risikofaktor für die Entstehung des Darmkrebses betrachtet.

Bei der Koloskopie werden diese meistens gleich mit entfernt, um genau dieses Risiko zu minimieren.
Ca. 30 Prozent der entdeckten Polypen waren so beschaffen, dass sich daraus jederzeit Darmkrebs hätte entwickeln können. In den USA sind die Wissenschaftler davon überzeugt, dass die Entfernung der Polypen die Darmkrebsrate bis zu 90 Prozent senkt. Die Koloskopie gilt als sicherste Methode der Früherkennung.

Bei der Stuhluntersuchung auf Blut konnten von krebsverdächtigen Polypen hingegen nur 11 Prozent im vergleichbaren Frühstadium entdeckt werden. Wissenschaftler und Ärzte suchen deshalb seit einigen Jahren nach Darmkrebs-Tests, die einfach und trotzdem sicher sind. Dabei stießen sie auf ein Enzym, dass nur und immer von Tumoren ausgesendet wird. Ihrer Meinung nach, ein sicherer Indikator dafür, dass weitere Untersuchungen eingeleitet werden müssen. Werden diese Enzyme im Stuhl eines Patienten gefunden, ist dieser mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit vom Darmkrebs bedroht. Bisher steht dieser Test noch nicht auf der Liste der Krankenkassen und muss somit vom Patienten selbst bezahlt werden.

Mehr Info auf www.krebstherapie-beratung.com

< zurück   weiter >