| Für die Gesundheit müssen die Deutschen mehr Geld ausgeben |
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Nach den Zahlen für das Jahr 2004 vom Statistischen Bundesamt, müssen die Deutschen für Ihre Gesundheit immer mehr Geld ausgeben. Davon profitieren die Arbeitgeber und die öffentliche Hand. Bei privaten Haushalten und Wohlfahrtsverbänden hat sich der Anteil an Gesundheitsausgaben 2004 um 3,6 auf 32,1 Milliarden Euro erhöht. Der Eigenanteil stieg von 1995 bis 2004 auf 14 Prozent. Dies ist eine Steigerungsrate von 3,5 Prozentpunkten. In dieser Steigerungsrate sind die Versichertenbeiträge nicht enthalten. In den Zahlen sind ausschließlich die Privaten Ausgaben, wie z.B. Medikamente, etc. enthalten. Die erhöhten Zuzahlungen sind lt. Bundesamt vor allem darauf zurück zu führen. Schaut man sich jedoch die Zahlen der gesetzlichen Gesundheitsausgaben an, sind diese im Jahr 2004 im Gegensatz zu 2003 um vier Milliarden Euro gesunken. Bei den Privaten Kassen wurde in diesem Zeitraum ein Anstieg um 0,7 auf 21,1 Milliarden Euro verzeichnet. Somit ging zum Teil die Konsolidierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherungen zu Lasten der Privathaushalte, so das Fazit der Statistiker. 2004 sind somit die Gesundheitsausgaben weiter auf 234 Milliarden Euro gestiegen. Nimmt man 2004 Kosten wie Investitionen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hinzu ergibt das eine Summe von 313 Milliarden Euro. Zwischen 1995 und 2004 sank der Arbeitgeberanteil an der Gesamtbelastung von 40 auf 36 Prozent. Von 18 auf 17 Prozent sank der Anteil der öffentlichen Haushalte. Der Anstieg der Gesundheitskosten lag seit 1995 jedoch mit 0,2 Prozent deutlich unter der Durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2,9 Prozent, ein Anstieg ist jedoch zu erwarten. Auch wenn Statistischen Bundesamt noch kein Kompletten Statistiken vorliegen, sind wohl bei den gesetzlichen Krankenkassen sind die Ausgaben um drei Prozent gestiegen. Für den schwächeren Anstieg 2004 werden vor allem die Einführung der Praxisgebühr und höhere Arzneimittel-Zuzahlungen verantwortlich gemacht. Insgesamt 10,6 Prozent machen die Gesundheitsausgaben 2004 das Bruttoinlandsprodukt aus, welche seit 1995 um 25,5 Prozent gestiegen sind. Deutschland hat den dritthöchsten Anteil am Bruttoinlandsprodukt mit den Gesundheitsangaben. Vor Deutschland sind nur noch die USA und die Schweiz. 16 Prozent der Kosten verursachten 2004 Erkrankungen des Kreislaufsystems, 15 % Erkrankungen des Verdauungssystems, 11 Prozent Muskel- und Skeletterkrankungen und 10 Prozent Psychische Erkrankungen. 2004 kamen auf jeden Einwohner 2.730 Euro durchschnittliche Krankheitskosten auf. Betrachtet man die Kosten geteilt auf Frauen und Männer entfielen auf die Frauen höhere durchschnittliche Kosten. Bei den Frauen waren dies 3.110 Euro und bei den Männern 2.320 Euro. Grund für die Kostenaufteilung liegt wohl an den geschlechtsspezifischen Krankheiten, an Kosten die durch Schwangerschaft anfallen und an der Tatsache das Frauen im Durchschnitt länger leben als Männer. Die Durchschnittlichen Kosten steigen auch im Alter an. Die Altersgruppe bis 44 Jahre lag 2004 noch unter dem Durchschnitt im Gegensatz zu der Gruppe über 84 Jahre. Hier betrugen die Durchschnittlichen Kosten je 14.750 Euro. Ärztliche Leistungen verursachten 2004 die höchsten Kosten und stiegen seit 1995 um 19 Prozent. Um 37 Prozent erhöhten sich die Ausgaben für Medikamente und Hilfsmittel. |
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