Mit Pulsuhren leichter Laufen
Laufen (oder neudeutsch "Joggen") ist gesund:
Laufen verbessert die Sauerstoffversorgung, d.h., die Lungen nehmen größere Mengen Luft auf und transportieren so mehr Sauerstoff in den Körper.
Laufen verbessert die Herzleistung, da durch Laufen das Herz wie ein "normaler Muskel" trainiert wird, sich vergrößert und leistungsfähiger wird.
Laufen ist gut für die Gelenke, da auch diese regelmäßiges "Training" benötigen, um nicht zu verkümmern.
Laufen verbessert auch die Durchblutung, weil durch die Bewegung die Zahl der Kapillaren (sehr kleine Blutgefäße) drastisch ansteigt und dadurch die Durchblutung um ein Vielfaches erhöht wird.
Laufen verschafft erholsamen Schlaf, denn Voraussetzung für erholsamen Schlaf ist eine vorherige körperliche Betätigung, die die meisten in der heutigen Zeit nicht oder zu wenig haben.
Laufen macht stark gegen Stress. Bei Stress werden die Hormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die ohne körperliche Anstrengung nicht abgebaut werden. Dadurch bleiben diese im Organismus und können so u.a. eine Verengung der Blutgefäße und damit vielleicht einen Herzinfarkt verursachen. Durch (moderates) Laufen werden diese Stresshormone abgebaut.
Damit alle o.g. Vorteile und Effekte des Laufens auch wirklich eintreten, ist es sehr wichtig, beim Laufen das richtige Maß, d.h. die richtige Intensität zu finden. Die meisten (Lauf-) Anfänger begehen den Fehler, zu schnell zu laufen und sich zu überanstrengen. Sie risikieren damit nicht nur gesundheitliche Schäden, sondern sie erleben so auch nicht die oben aufgeführten schönen, positiven Auswirkungen des Laufens, denn diese treten nur ein, wenn man auf einem mittleren Leistungsniveau läuft. Man soll langsam laufen, locker und lächelnd dahintraben, anstatt verbissen gleich beim ersten Mal irgendwelche Rekorde aufstellen oder sich (oder anderen) etwas beweisen zu wollen. Nur wer leicht und lässig läuft, der spürt die positiven Auswirkungen und kann sich über ein neues Lebensgefühl freuen. Wer aber zu schnell und zu anstrengend läuft, der fühlt sich nach dem Laufen schlapp und ausgelaugt und damit fehlt jede Motivation für den nächsten Lauf.
Ganz entscheidend dabei ist der Puls während des Laufens. Dieser muss bei 60-70 Prozent des so genannten Maximalpulses liegen, dann läuft man automatisch locker, leicht und mit Freude. Als Maximalpuls bezeichnet man den höchstmöglichen Puls, den jemand bei voller körperlicher Belastung überhaupt erreichen kann.Der Maximalpuls ist dabei individuell für jeden Menschen zu sehen. Den Maximalpuls kann entweder über die allgemein anerkannte einfache Formel: 220 minus Lebensalter ermitteln. Für einen 35jährigen Menschen ergäbe das einen Maximalpuls von 185 Schlägen pro Minute. Davon berechnet man 60-70 Prozent und erhält die Grenzen (hier 111 und 129), zwischen denen der Puls beim Laufen liegen sollte. Wer den persönlichen Maximalpuls genau ermitteln möchte, kann bei seinem Arzt einen Laktatstufentest durchführen.
Stellt sich zum Schluss die Frage, wie man beim Laufen am besten kontrolliert, ob man den richtigen Puls hat? Für diesen Zweck gibt es spezielle Armbanduhren, so genannte Pulsuhren. Pulsuhren gibt es zusammen mit einem Brustgurt, den man sich umschnallt. Dieser Brustgurt misst den Herzschlag und sendet ihn per Funk an die Pulsuhr am Handgelenk, die den Puls dann anzeigt. Bei vielen Pulsuhren kann man einen Pulsbereich mit einer Unter- und einer Obergrenze einstellen. Gerät der Puls beim Laufen außerhalb dieser Grenzen, so gibt die Pulsuhr ein akustisches Signal, so dass man sofort sein Tempo entsprechend anpassen kann. Dadurch muss man nicht dauernd die Anzeige der Pulsuhr im Auge behalten und kann sich ganz entspannt dem Laufen widmen.
A. Rütt
ar[at]armbanduhren-welt.de
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