Starterkits

Als Ende des Jahres 2001 die zukünftigen Euroländer ihre Bürger schon vorab mit den neuen Euromünzen vertraut machen wollten, gaben sie sogenannte Starterkits aus. In diesen Kits waren je nach Land unterschiedlich viele Münzen eingeschweißt. So enthielten die deutschen Starterkits zum Beispiel 2 x 2 Euro, 3 x 1 Euro, 4 x 50 Cent, 4 x 20 Cent, 3 x 10 Cent, 2 x 5 Cent, 1 x 2 Cent und 1 x 1 Cent. Insgesamt also 10,23 €, was exakt einem Gegenwert von 20 DM entspricht. Die Menschen in Deutschland konnten sich dann ab dem 17. Dezember 2001 eines von über 50 Millionen Starterkits kaufen. In anderen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich oder Irland, war dies schon ab dem 14. Dezember möglich.

Da die Starterkits von der Bevölkerung sehr gut angenommen worden, waren sie bereits in Kürze ausverkauft.

Jeder wollte damals die neuen Münzen in den Händen halten und so überlebten die wenigsten Kits die wirkliche Euro-Einführung zum 1. Januar 2002. Erst in folge dessen wurden die Starterkits auch für Sammler interessant. Die übrig gebliebenen Starterkits wurden begeistert gesammelt und erzielten zeitweise Höchstpreise in Auktionen und bei Münzhändlern. Auch heute wird für Kits aus einigen Ländern noch ein Vielfaches von dem Ausgabepreis Ende 2001 gezahlt. Allerdings sind in der Zwischenzeit Zweifel über die Haltbarkeit der Verpackung (bestehend aus Plastik) aufgekommen. Dies verwundert auch nicht, schließlich waren die Starterkits nicht dafür konzipiert worden jahrelang aufbewahrt zu werden…

Karsten Scholz - info [at] muenz-news [.] de

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