Hausbau mit Holz
Das Holzhaus wird seit einigen Jahren in Deutschland neben der Bauform in Beton und Stein wieder vermehrt errichtet. Meist kommt dabei die Fertigbauweise zum Einsatz, bei der ein Holzhaus-Bausatz ohne größeren Aufwand auf die vorab gegossene Betongrundplatte oder Kellerdecke des zukünftigen Hauses aufgebaut wird. Das Holzhaus wird unterschieden in vier Bauformen: Blockhäuser, den aus Blockbohlen aufgebauten Häusern, Häuser in Holzständerbauweise, bei denen ein sog. amerikanisches Fachwerk aus Latten mit Platten beplankt wird, Häuser in Holztafelbauweise und Umgebindehäuser, bei denen das obere Geschoss einer Hälfte oder des gesamten Hauses auf Holzsäulen, die zur Stabilität im Dreiecksverbund über den sog. Kopfverbund stabilisiert sind. In Deutschland wird heute die Holztafelbauweise oder deren durch Zimmerer errichtete Sonderform, die Holzrahmenbauart, bei der Errichtung eines Holzfertighauses bevorzugt verwendet.
Bei dieser Art der Fertigbauweise wird das Haus modular aus Holztafeln, die eine Verbundkonstruktion von Rippen aus Holz und Beplankung aus Holz- oder Gipsplatten darstellen, in der Regel innerhalb nur weniger Tage errichtet. Die Vorteile von einem Holzfertighaus, die schnelle Bauausführung, der witterungs- und zeitunabhängige Innenausbau, der gute sommerliche Wärmeschutz sowie das große Maß an Baupräzision, überwiegen für viele Bauherr/-innen die Nachteile des geringeren Individualitätsgrades sowie des erhöhten Aufwandes bei späten oder gar nachträglichen Korrekturen und Veränderungen am Standard.
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