Internetradio – Musik aus der ganzen Welt

Wer wirklich an guter Musik interessiert ist, dem wird der tägliche Einheitsbrei der Radiosender, die in Deutschland über Antenne oder Kabel zu empfangen sind, auf Dauer kaum zusagen. Zu groß ist der Quotendruck der Sendeanstalten eine möglichst große Zielgruppe zu erreichen und umso kleiner werden damit die Unterschiede zwischen den einzelnen Radiostationen.

Das Zauberwort heißt Internetradio: inzwischen gibt es zigtausende von Radiosendern, die ausschließlich über das Internet senden und somit auch mit Spartenprogrammen genügend Publikum finden. Somit lassen sich für alle gängigen – aber eben auch nicht gängigen – Genres genügend Sender finden. Und das bei bester Soundqualität. Radiostationen aus der ganzen Welt lassen sich über das Internet empfangen – der klassische Weltempfänger hat somit ausgedient.

Die technischen Anforderungen und die Kosten hierfür sind im Gegensatz zu herkömmlichen Radiosender relativ gering. Ganz im Gegensatz zur Qualität: bei einer größeren Bandbreite ab ca.

128 kbps kann der Sound sogar deutlich besser werden. Schließlich findet die Übertragung rein digital statt und somit können störende Interferenzen wie bei der Terrestrischen Übertragung gar nicht erst entstehen.

Mit den heute üblichen, bandbreiten starken DSL-Intenetzugängen und einer günstigen Flatrate hat man die größte Hürde zum Hören von Internetradio auch fast schon überwunden. Man benötigt dann nur noch eine geeignete Player-Software (z.B. Winamp für Windows oder iTunes für Mac), die man in der Regel kostenlos aus dem Internet erhält. Ganz komfortabel wird Internetradio mit einem sogenannten Netzwerk-Receiver wie z.B. den Noxon 2 Audio. Einfach an die Stereoanlage anschließen und schon haben Sie per WLAN (oder Netzwerkkabel) und Fernbedienung Zugriff auf tausende vorinstallierte Internetradio-Stationen. Sollte Ihr Lieblingssender einmal nicht dabei sein – kein Problem: weitere Radiosender lassen sich über das Internet komfortabel hinzufügen.

Auch für denjenigen, der seinen MP3-Player mit kostenlosen Daten auffüllen möchte, ist gesorgt: mit einer sogenannten Ripper-Software, die zum Teil ebenfalls kostenlos erhältlich ist, kann man den MP3-Stream der Radiosender auf der heimische Festplatte speichern. Je nach verwendeter Software werden die Titel dabei schon automatisch geschnitten und mit Angaben von Interpret und Titel im MP3-Format gespeichert. Solange Sie dabei keinen Kopierschutz umgehen, ist das Mitschneiden für den Privatgebrauch in Deutschland zur Zeit durchaus legal.

Alles was Sie benötigen um in die Welt des Internetradios einzusteigen gibt es auf www.liveradio.de. Neben über 2.500 nach Genres gegliederten Internetradio-Stationen finden Sie hier auch Links zu geeigneter Player- und Rippersoftware und Sie können sich – natürlich kostenlos – eine eigene Favoritenliste anlegen oder Radiostationen bewerten.

Michael Liebig

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