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Helmut Pfanner über Literaturverbote |
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Aus aktuellem Anlass ein kurzer Verweis auf einen hochinteressanten Vortrag Helmut Pfanner, Univ. Prof., der am 13. Juni 2006 in Bregenz, Österreich über die Bühne gehen wird. (Veranstaltungshinweis: Literaturverbote in den USA - http://www.buzinkay.net/2006/05/helmut-pfanner-literaturverbote-in-den.html)
Biografie Helmut Pfanner:
Helmut Pfanner ist Autor zahlreicher Literaturkritiken und Bibliographien, darunter zu Hanns Johst, Oskar Maria Graf, Karl Jakob Hirsch und Alfred Döblin. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Zeit des Nationalsozialismus (1933-45) und des Exils. Für Pfanner ist Exil ein Schatz der Literatur, ein Thema, welches unermeßlich viel enthält: Gedanken, fremde und alte Einflüsse, neue Gesellschaften, das Hinter-sich-lassen, die Ungewissheit der Zukunft das alles sind Faktoren, die Einzigartiges in der Literaturwelt geschaffen haben.
Pfanner sieht in den Werken von ExilantInnen aber noch mehr: die Möglichkeit ihr Seelenleben zu erforschen, ihre Sorgen und Bedürfnisse kennezulernen, ihre sich widersprechenden Werte, ihren Zwiespalt zwischen neuer nationaler Integrität und persönlichen, ethnischen Wurzeln.
Schriftsteller im Exil sind für Pfanner vor allem eines: Mediatoren zwischen Gesellschaften, deren Einflüsse sich gegenseitig prägen und ergänzen. Pfanner verwendet gerne ein Zitat Alfred Döblins: "Als ich wieder kam, da - kam ich nicht wieder" Das ist für Pfanner Programm. Die Rückkehr in die Heimat aus dem Exil war Befremdung, das Hineingleiten in eine unbekannte Umwelt, Pfanner spricht hier vom getrübten Blick der ExilantInnen'.
Univ. Prof. Dr. Pfanner wurde 1933 in Hohenweiler, Vorarlberg geboren, studierte in den USA unter anderem Germanistik. Nach seiner Promotion in Stanford lehrte er an verschiedenen Universitäten in den USA, unter anderem auch in Nashville an der Vanderbilt University . Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Literatur des deutschsprachigen Exils.
Mark Buzinkay
http://www.buzinkay.net/blog.html |