Autonome Farben in der Acrylmalerei
Malerei mit Acrylfarben
In der Malerei mit Acrylfarben sind die Bilder zumeist geprägt von brillanten Farben. Farbkompositionen fangen das Auge ein, und erzeugen eine gewisse Spannung oder auch eine Harmonie.
Häufig werden auch die Farbsubstanzen in allen Ausprägungen zwischen pastosem Auftrag oder feinen, sich überlagernden Lasuren gewählt.
In der Malerei haben diese Techniken der Farbgestaltung ihre Berechtigung - viele Bilder der Kunstgeschichte sind allein darauf ausgelegt, durch den Farbwert der genutzten Substanzen Irritationen oder Ausgeglichenheit beim Betrachter zu erzeugen.

Die moderne Malerei setzt zunehmend auch Farben in der Form ein, die der Farbe - als Substanz - eine gewisse Autonomie, ein „Mitspracherecht“ gestatten. Die Farb-Wirkung dieser so erzeugten Bilder ist von anderer Art
Einer dieser Maler, welche die Farbe in diesem Sinne, einsetzen, ist der in Hannover lebende Künstler Georgus.
Die Bilder dieses Malers erwecken zunächst den Anschein, als wären die verwendeten Farben aus den Tönen Schwarz und Weiß gemischt. Bei näherem Hinsehen – am Original – erkennt man jedoch schnell eine Fülle von Farben. Und - sobald man die Blickrichtung oder die Position zum Bild ändert, scheinen die Farben zu „Wandern“. Frappierend ist dieser Zusammenhang, weil sich wohl der Farbwert, jedoch nicht der Grauwert der Farben ändert. Das Ergebnis ist ein gleich bleibender Kontrast, jedoch ein sich ständig ändernder Farb-Eindruck im Bild.
Diese Wirkung erreicht der Künstler - der bevorzugt mit Acrylfarben arbeitet – indem er das gesamte Farbspektrum nutzt um seine Farben anzumischen. Die Grundfarben werden zunächst verdünnt bis sie Gieß-flüssig sind, mit Rein-Acryl angereichert, und mit einem Pürier-Stab gemischt bis sie eine schaumige Konsistenz erreichen. In diesem Zustand werden die Farben bis zu ihrer Verwendung in Flaschen und Eimern gelagert, um dann vor dem konkreten Einsatz am Bild unter ständigem Rühren weiter verdünnt zu werden, bis sie die für das jeweilige Bild gewünschte Flüssigkeit erreichen.
Der Mal-Vorgang selber wird mit Pinseln unterschiedlicher Stärken, mit Besen, oder auch durch Gießen der Farbe auf den Bildträger – zumeist auf Keilrahmen gespannte Leinwand – ausgeführt. Die in der Regel sehr dünne Farbe wird durch schwenken, anheben und absenken des Bildes in ihrem Strich verteilt, so dass sich die einzelnen Farb-Pigmente separat nebeneinander anordnen. Dieses Anordnen der Pigmente zueinander löst die spätere Wirkung der „Farb-Wanderung“ aus. Modifiziert wird dieser Eindruck zuweilen durch mehrmaliges und vielschichtiges Bemalen, durch Erwärmen der vermalten Farbe auf der Leinwand mittels Heißluftpistole, oder durch Einfrieren und behutsames Auftauen der Farbsubstanz.

Die Wirkung dieser Malweise ist in den Bilder-Galerien Acrylbilder, kleine Formate und Acrylbilder, große Formate
zu ahnen, eine adäquate Vorstellung der Bilder kann das Medium Internet von der Natur der Arbeiten her natürlich nicht bieten.

Ein Service dieser Seite: viele der in dieser Künstlerwebseite vorgestellten Bilder können Sie als eCards versenden
Rosa Mertens Rosamertens{@}aol{dot}com
< zurück   weiter >