| Antiquitätenhandel: Archäologische Funde oft schlecht beschrieben |
|
Wiesbaden – Wer ein Fossil kauft, sei es ein Insekt, Fisch, Saurier, Vogel oder Säugetier, wird meistens gut über dieses informiert. Er erfährt vom Verkäufer oft die Gattung, Art, das Fundland, den Fundort, das Zeitalter, die Periode, Epoche, Länge, Breite und Dicke der Steinplatte und die Länge des Fossils. Merklich weniger erfährt dagegen häufig, wer einen archäologischen Fund erwirbt. Da heißt es zum Beispiel nur lapidar: „Tasse aus der Bronzezeit“ oder „Bronzefigur der Kelten“. Im Fall der „Tasse aus der Bronzezeit“ weiß der Käufer also nicht, aus welchem Land und von welchem Fundort die Tasse stammt und ob diese in der frühen, mittleren oder späten Bronzezeit hergestellt wurde. Auch kein Wort darüber, ob es sich um einen Fund aus einer Siedlung, einem Hort oder einem Grab handelt. „Meine Kunden und Kundinnen wollen genau wissen, was sie von mir kaufen“, sagt der international tätige Antiquitätenhändler Ernst Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. Und er fügt bedauernd hinzu: „Aber ich kann es ihnen oft nicht sagen, obwohl ich dies gerne täte.Ernst Probst hat sich als Wissenschaftsautor mit seinen Büchern „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“ und „Deutschland in der Bronzezeit“ einen Namen gemacht. Von daher ist er damit vertraut, wie genau Museen oder Universitäten archäologische Funde beschreiben, die in Ausstellungen oder Magazinen aufbewahrt werden. „Da erfährt man oft sogar den Tag und den Namen des Entdeckers“, schwärmt er. „Für die im Antiquitätenhandel anzutreffenden unzureichenden Beschreibungen archäologischer Funde gibt es unterschiedliche Gründe“, erklärt Ernst Probst. „Manchmal liegt es bereits am Entdecker, der ungenaue Angaben macht. Da in manchen deutschen Bundesländern archäologische Funde generell dem Staat gehören, in anderen dagegen nicht, geben Entdecker neuerdings immer öfter falsche Fundorte an, um ihre Schätze behalten zu können oder um angemessen entschädigt zu werden.“ „Mitunter wechseln archäologische Funde mehrfach den Besitzer und jedes Mal geht dabei ein Teil der ursprünglichen Informationen verloren“, bedauert Ernst Probst. Beim Tod von Sammlern können deren Erben oft keine Aufzeichnungen über die Objekte finden und deswegen keine Angaben machen. In solchen Fällen ist oft nicht einmal bekannt, ob der Fund aus Deutschland oder dem Ausland stammt. „Leider gibt es auch Antiquitätenhändler, die keinen großen Respekt vor archäologischen Funden haben“, kritisiert Ernst Probst. „Sie interessieren sich nicht besonders für die Funde, betrachten diese als x-beliebige Ware, wollen daran nur möglichst viel verdienen und verzichten auf das Notieren genauer Informationen, weil ihnen das dies lästig ist“, sagt der Antiquitätenhändler Ernst Probst. „Wenn ich nur archäologische Funde mit exakten Angaben verkaufen wollte, könnte ich nicht mehr viel anbieten“, resümiert Ernst Probst. „Es ist ein Jammer: Wenn mir eine seltene Tonfigur aus dem Nahen oder Fernen Osten, ein formschönes Tongefäß aus der Steinzeit, Bronzezeit oder Eisenzeit, eine rare Keilschrift aus Mesopotamien oder eine attraktive Bronzefigur der Kelten gefällt und ich solche Funde in mein Angebot aufnehmen möchte, kann mir der Lieferant meistens nur dürftige Angaben liefern.“ ***** Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop / Archaeologie-Shop Die Online-Shops Antiquitäten-Shop & Fossilien-Shop und Archaeologie-Shop wurden von dem Journalisten, Wissenschaftsautor, Buchautor, Buchverleger, Fossilienhändler und Antiquitätenhändler Ernst Probst gegründet. In beiden Online-Shops werden zahlreiche archäologische Funde (Tonfiguren, Tongefäße, Keilschriften, Bronzefiguren, antiker Schmuck) angeboten. ***** Kontaktdaten: Ernst Probst |
| < zurück | weiter > |
|---|