seit märz 2006 ist auch das österreichische telekommunikationsgesetz, das bisher relativ liberal war, den eu-gesetzen angepaßt und damit verschärft.
werbemails dürfen jetzt nur noch an empfänger gesandt werden, deren vorherige Zustimmung man hat, oder ohne zustimmung, wenn: - der absender die emailadresse des empfängers im rahmen der geschäftsbeziehungen mit seinen kunden erhalten hat und -dieses email für eigene ähnliche produkte wirbt und -der empfänger jederzeit deutlich die möglichkeit hat, seine zustimmung zur zusendung von werbemails zu widerrufen und - der empfänger die zusendung nicht von vornherein abgelehnt hat, zum beispiel durch eintragung in die sogenannte robinsonliste.
pro
natürlich ist es lästig jeden tag x emails zu bekommen, die man nicht verlangt hat (definition von spam) werbung für allen möglichen mist der niemand interessiert. andererseits ist es 10 sekunden arbeit um diese emails zu löschen, wenn man sie nicht schon vorher aussortiert hat (lassen).
es ist auch nicht angenehm ähnliches per fax zu erhalten oder von irgendeinem keiler, der seine versicherungen loswerden will, ständig angerufen zu werden.
deswegen sind all diese häßlichen dinge verboten. ist irgendwo einzusehen und gerechtfertigt, oder?
schon, ...aber:
was ist mit den werbebriefen, die ständig meinen briefkastern zum überquellen bringen, mit den prospekten die täglich säckeweise an der wohnungstür hängen?
was ist mit dem werbespot im fernsehen wo mir eine schwachsinnige fersehfamilie die waren eines bekannten möbelhauses einreden will, warum darf mich von jeder plakatwand der politiker angrinsen, der mir so höchst zuwider ist.
das alles ist erlaubt!
konsequenterweise müßte man alle werbung verbieten, und/oder von einer vorherigen zustimmung abhängig machen.
wäre doch lustig, wenn mich herr hartlauer vorher fragen müßte, ob er mir abends in einem seiner intelligenten werbespots erscheinen darf.
klar man kann die werbung, die milliarden kostet und bringt nicht verbieten, das wäre volkswirtschaftlich kontraproduktiv. klar, daß werbung sein muß und zig lobbies wachen darüber, daß da ja nix passiert.
emails, faxe, anrufe, das kann sich jeder leisten, weil es sich jeder selbst machen kann, die kosten oder einkünfte sind so minimal, daß sie niemanden aufregen. daher sind das werbeformen die für junge selbstständige, die sowieso kein, oder wenig geld haben, optimal wären.
da sollte man vielleich doch auch differenzieren. wenn ich einem gewerbetreibenden meine seriösen dienste anbiete sollte das doch ein unterschied sein zu dem angebot an einen privaten, sein bestes stück endlich in repräsentative dimensionen zu bringen.
also ich kann auf diese nahezu kostenlosen, schnellen und zeitgemäßen werbeformen nicht verzichten. unter einhaltung der entsprechenden gesetze, versteht sich!
contra
bereits der überwiegende teil aller emails sind spam. es kostet viel mühe, zeit und damit geld die wichtigen emails vom spam abzusondern.
ein paar einfache tipps wie man spam verhindern, oder zumindest minimieren kann:
*** verwenden sie mehrere emailadressen
verwenden sie ihre haupt-emailadresse nur für die wichtige korrespondenz mit ihnen bekannten partnern. tragen sie diese adresse nie in kontaktformularen, foren, gewinnspielen, auktionen etc. ein.
für solche anlässe verwenden sie gratis webmails, wie zum beispiel bei servus-wien - web.de - freemail - gmx - hotmail - yahoo - lycos - mail.com wenn diese emailadressen zuviel spam bekommen schliessen sie diese konten einfach wieder.
*** niemals auf ein spam reagieren
mit einer antwort erhält der spammer die bestätigung, dass er eine *aktive* email adresse gefunden hat, jetzt geht der email Spam erst richtig los!
antworten sie nicht an adressen, die ihnen anbieten, sie aus den adressenlisten zu löschen. aufrufe, wie "klicken sie hier, um keine mails mehr zu erhalten" einfach ignorieren. auch damit wird abgetestet, ob die email-adresse benützt wird.
eine ausnahme gibt es jedoch, nämlich wenn es sich bei einer unverlangt zugesandten mail um einen newsletter mit impressum und somit nachvollziehbarem absender handelt. jn diesem fall kann es sein, dass sich ein anderer anwender wegen eines tippfehlers versehentlich mit ihrer adresse für den newsletter registriert hat, oder der sender sonstwie legal zu ihrer adresse gekommen ist. und dann hilft es tatsächlich, sich abzumelden.
*** betreiber eigener homepage
wer eine eigene homepage betreibt sollte die email-adresse *tarnen*. am besten ist es, die eigene adresse nicht im klartext anzugeben, sondern ein kontaktformular mit einem skript einzurichten. wenn sie ihre emailadresse angeben dann schreiben sie statt
- mail (at) domain.at - damit ist die adresse für die roboter die auf der jagd nach email-adressen sind nicht als email adresse erkennbar. ein normaler besucher wird das aber wohl erkennen.
*** spam-filter benutzen:
viele provider bauen schon am server spamfilter ein, sie sollten aber die verdächtigen emails nicht gleich löschen sondern in einen spam-ordner verschieben. die filter sind noch nicht perfekt und es kann schon vorkommen, dass ein nicht-spam-email ausgefiltert wird. das selbe gilt für die emailprogramme die meistens auch filter eingebaut haben. empfehlenswert ist z.b. thunderbird, dieses programm verfügt über filtermöglichkeiten und ist auch sonst recht brauchbar.
*** tragen sie sich in die robinsonliste ein
in solche listen, kann sich jeder eintragen, der kenntlich machen will, dass er keine unverlangte werbung wünscht. registrierte unternehmen haben zugriff auf die liste und können die eingetragenen adressen aus ihrer datenbank löschen.
in eigener sache
zu meinem newsletter - ich habe die emailadressen, weil der empfänger (oder jemand, der seine emailadresse verwendet hat) sich entweder in die mailing liste eingetragen hat, oder an einem meiner dienste (inserate, linkverzeichnis, wien-infos, artshop) teilgenommen hat und dabei ihre email- adresse abgegeben hat und eine fallweise zusendung von emails akzeptiert hat. abgesehen davon, haben die empänger schon öfter zusendungen erhalten und die einfach zu verwendende abmeldemöglichkeit nicht genutzt. Das habe ich als weiteres einverständnis gewertet.
dieser newsletter wird zweiteilig gesandt. das email enthält keinerlei werbung, lediglich ein inhaltsverzeichnis des html-newsletters und die links zur html-seite.
vor jeder aussendung habe ich die robinsonliste heruntergeladen und alle die in dieser und in meiner liste waren, von dort entfernt. abmeldungen von meiner mailingliste werden sofort registriert und die entsprechende emailadresse wird in meine negativ-liste aufgenommen.