Sony Ericsson K800i - Handy oder Digitalkamera?

Sony Ericsson liess kürzlich verlauten, man habe es geschafft, ein Handy mit einer Digitalkamera zu fusionieren. Dies klingt vielversprechend, und ist mir einen Blick auf das derart hochgelobte Gerät wert– das erste Handy des Herstellers, das den Namen <> trägt – das Sony Ericsson K800i.

Das K800i bietet tatsächlich eine hervorragende Kamera, die mit einer Auflösung von 3,2 Megapixeln und vielen weiteren Funktionen eine Leistung bietet, die man vorher nur von einer guten Digitalkamera gewohnt war. Es übertrifft damit bei weitem das Vorgängermodell Sony Ericsson K750i, das auch schon über eine hervorragende 2-Megapixel-Digitalkamera verfügte und bei Neuerscheinen ebenfalls als fast gleichwertig mit einer Digitalkamera gehandelt wurde.

Neben der bereits erwähnten Auflösung von 3,2 Megapixeln ist das K800i mit einem Autofocus Objektiv versehen und verfügt über einen Xenon-Blitz, der automatisch rote Augen vermeidet. Die sogenannte Best-Pic Funktion bietet die Möglichkeit mit nur einem Druck auf den Auslöser neun hochaufgelöste Bilder zu schiessen - vier Bilder vor der Aufnahme, ein Bild während der Aufnahme und weitere vier Bilder nach der Aunahme. Ein integrierter Bildstabilisator vermeidet Verwackeln durch zitternde Hände. Die Fotos lassen sich dann bequem mittels USB-Kabel auf den Computer übertragen. Aufgrund der „PictBridge“ Unterstützung lässt sich das Foto auch ohne den Umweg über den Computer auf geeigneten Druckern ausgeben.

Außer mit einer Digitalkamera scheint das K800i zusätzlich sowohl mit einem Walkman als auch mit einem MP3-Player fusioniert zu sein. Der Teil des Handys, bei dem es sich tatsächlich noch um ein Handy handelt, ist nichtsdestotrotz auch nicht zu verachten: Das Sony Ericsson K800i verfügt über einen Webbrowser, es sendet sowohl im UMTS als auch im GSM-Netz und empfängt und verschickt Daten über Bluetooth. Optisch ist es sehr elegant, wenn auch aufgrund des Funktionsumfang deutlich größer als manch anderes aktuelles Handy.

Eingefleischte Foto-Profis mögen nun möglicherweise noch die Nase rümpfen und lieber bei Ihrer gewohnten Digitalkamera bleiben wollen. Aber für den "gemeinen Privatanwender" ist so ein kleines Gerät, das man immer bei sich trägt, und spontan für schöne Schnappschüsse nutzen kann, durchaus eine Alternative. Wenn die technologische Entwicklung derart fortschreitet, wird sich der ein oder andere in Zukunft überlegen, ob er wirklich noch zwei Geräte braucht oder ob ein Kamerahandy ausreicht

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