Die ultimative Handytasche aus Hanf – die Neuheit des Jahres
Manchmal führen nicht alle aber immerhin viele Wege nach Rom, in die ewige Stadt. Ab und zu handelt es sich bei diesen Wegen aber eher um Umwege.
Die modische Handytasche aus Hanffasern, die vermutlich Juni ihre Weltpremiere feiern wird, hat genau zwei erfolgreiche Vorbilder: Einen leckeren Müsliriegel, der Hanfnüsse enthält und eine CD-Verpackung, in der Hanffasern Hanffasern verarbeitet wurden. Wie kommt man vom einem Müsliriegel oder von einer CD-Verpackung auf eine Handytasche? Auf den zweiten Blick ist die Antwort trivial. In den 90er Jahren entwickelte der in Australien lebende Paul Benhaim den Hanf-Müsliriegel 9bar für den britischen Markt. Seine Idee war es, den Müslieriegel als Tansportmittel zu nutzen, um das Lebensmittel Hanf in die Köpfe der Kunden zu transportieren. Im 9bar waren neun verschiedene gesundheitsfördernde Körner enthalten, eins davon war der Hanfsamen. Das Ergebnis war das erste Hanflebensmittel, welches seinen Weg in die Supermarktregale von Tesco, ASDA und Co.
fand.

Zehn Jahre später entwickelte Pauls Bruder Daniel Benhaim eine CD-Verpackung aus einem Kunststoff, der auf Faserhanf basiert. Auch dieses Vehikel zielt darauf ab, Massenmärkte für umweltfreundliche Kunststoffe zu erobern und zu bedienen. Hierzu müssen natürlich zuerst die Gehirne der Kunden erobert werden.

Genau dieselbe Idee soll jetzt mit Hilfe des Transportmittels einer Handytasche gelingen. Milliarden Menschen in aller Welt telefonieren mobil. Viele dieser Leute sind sich dabei nicht zu schade hässliche Taschen aus minderwertigen Materialien für den Rest der Menschheit sichtbar am Gürtel zu tragen. Am Ende des Lebenszyklus landen die hübschen Taschen dann auf dem Müll und sind biologisch abbaubar.

Das wird die Handytasche aus Hanffasern ändern. Diese Taschen sind trendy und können vom den Besitzern voller Stolz um den Hals getragen werden. Die Handytasche wird von einem Hanfblatt geziert, so dass die Botschaft nicht zu übersehen ist: Hanf erobert die Welt!!!

Klaus-Martin Meyer (www.kenaf.de)

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