Die Geschichte der Satellitentelefone

Schon ab den '70er Jahren wurden Satelliten zur Kommunikation über weite Strecken eingesetzt, allerdings waren die Sende- sowie Empfangsanlagen der Satellitensysteme noch stationär.

Ab 1982 stellte die Firma Inmarsat (International Maritime Satellite Organisation) ein System bereit, dass mobile Endgeräte ermöglichte.

Diese wurden vorwiegend in der Seefahrt eingesetzt und ab 1989 gab es sogar erste Geräte für den mobilen Landeinsatz.

Ende der '80er nutzte Kanada die Möglichkeit mit Satellitentelefonen größere, weniger besiedelte Regionen mit Telekommunikation zu versorgen und umging damit den Bau einer erdgebundenen Infrastruktur.

Zur gleichen Zeit wurde in den USA ein vergleichbares System gestartet.

1985 entwickelte Motorola bereits ein Konzept für ein kommerzielles Kommunikationssystem, dass weltweite Sprach- und Datenübermittlung über Satellitentelefone und PDA's ermöglichen sollte.

Es wurde jedoch erst 1991 von der Iridium Inc. entwickelt und 1998 in Betrieb genommen und verschlang alleine im Aufbau geschätzte 3,7 Milliarden Dollar.

Die erstem Minutenpreise lagen bei 8 $ die Minute und die ersten Endgeräte bei über 2000 $, die Nachfrage war dementsprechend gering, was dazu führte das Iridium schon am 23. August 2000 in Konkurs ging.

Eigentlich sollten die Satelliten in die Umlaufbahn gelenkt werden um sie verglühen zu lassen, jedoch wurde das Iridium System von der neu gegründeten Iridium Satellite LLC am 1. Januar 2001 übernommen.

Am 30. März 2001 wurde der kommerzielle Betrieb wieder aufgenommen und Boing betreibt und wartet die Satelliten seither. Mittlerweile sind die Preise deutlich gesunken und liegen bei ca. 1,5 $ die Minute. Der enorme Preisverfall ist auf den wachsenden Markt zurückzuführen, es gibt mehr Benutzer der Satellitensysteme und vor allem mehrere Anbieter die durch den Konkurrenzkampf den Preis gezielt gedrückt haben. Bekannte Anbieter sind: Thuraya, Iridium, Inmarsat, Intelsat und Globalstar.
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