| Hilfe, mein Kind hat eine Lernschwäche! |
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Fast jedes fünfte Kind ist in seiner Entwicklung gestört und viele entwickeln später Lernschwächen. Das geht aus einer Untersuchung des öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Einschulung hervor. Bei immer mehr Kindern im Vorschulalter sind Störungen bei der Sprachentwicklung, der Grob- und Feinmotorik und dem Sozialverhalten auffällig. Diese Störungen sind sogar meist so gravierend, dass diese Kinder eigentlich nicht schulfähig sind, aber in Ermangelung geeigneter Vorschuleinrichtungen meist dennoch in die Schule kommen. Dann fangen die Probleme erst richtig an. Wie kann man eine frühe Lernschwäche erkennen? Kinder, die im Alter von zwei immer noch einen Wortschatz unter 100 Wörtern und noch nicht in Mehrwortsätzen sprechen, können an einer Lernschwäche leiden. Diese Kinder haben große Schwierigkeiten beim Erkennen von Reimen und Silben. Sie können einzelne Buchstaben nicht aussprechen und weisen eine allgemeine Verzögerung bei der Sprachentwicklung auf. Oft haben Eltern oder Geschwister ebenfalls Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben oder Rechnen. Vererbung spielt eine große Rolle. Die betroffenen Kinder haben auch Schwierigkeiten mit der Motorik. Sie laufen noch im Alter von 3 Jahren unsicher, stolpern oft und stoßen sich an. Außerdem zeigen sie oft auch Verhaltensauffälligkeiten: aggressiv, übertrieben schüchtern, ungewöhnlich unruhig oder unkonzentriert. Oft sind die betroffenen Kinder einfach überfordert. Lernschwächen und die Schule So richtig schwierig wird es, wenn das Kind in die Schule geht. Der Druck von außen wird größer und das Kind merkt, dass es nicht mehr mitkommt. Langsam bekommt es eine Abneigung gegen die Schule und die Noten werden immer schlechter. Eine Rechenschwäche zeigt sich meistens in der 2. oder 3. Klasse wenn der 20er Zahlenraum überschritten wird und die Zuhilfenahme der Finger nicht mehr geduldet wird. Für rechenschwache Kinder ist das vermehrte Üben des Schulstoffs nichts anderes als auswendig lernen. Und weil das mit zunehmendem Alter und Lernstoff nicht mehr zu bewältigen ist, wird das Rechenproblem Ihres Kindes immer mehr verschärft. Trotz seiner großen Anstrengung stellt sich der erhoffte Erfolg nicht ein. Kinder mit einer Lese- Rechtschreibschwäche verwechseln oft Buchstaben wie z.B. d und b, sie sind bei den geübten Diktaten noch recht gut, da sie alles auswendig lernen. Ab der 3. Klasse, wenn nur noch ungeübte Diktate verlangt werden, kommt es zum Scheitern. Die Fehlerzahl explodiert urplötzlich. Das Lesen ist für diese Kinder oft sehr anstrengend und sie meiden deshalb Bücher. Viele wollen am liebsten nur vor dem Fernseher oder am Computer sitzen. Für viele Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche bleibt das Lesen und Schreiben ein Leben lang kompliziert. Herkömmliches Üben hilft meistens nicht. Viele Eltern probieren täglich stundenlang mit ihren Kindern den Schulstoff nachzuholen, jedoch ohne Resultat. Auch die Schule bietet kaum oder gar keine Förderungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass die Gehirnareale, die unreif sind, täglich trainiert werden müssen. Die Buchstaben bzw. die Ziffern müssen bei Kindern mit einer Lernschwäche tief eingeprägt werden. Erst dann können Verknüpfungen gemacht werden wie Schreiben oder Rechnen. Mit Buchstabenspielen bzw. Ziffern-, und Mengenspielen können Kinder mit einer Lernschwäche täglich üben und sich langsam verbessern. Die Spiele müssen täglich mindestens 1 Jahr lang gespielt werden. Konsequenz ist darum unerlässlich. Joe Kennedy, Leiter des Tuttlinger Instituts „Kreatives Lernen“ ist Lehrer und Erzieher und setzt sich seit 29 Jahren für Kinder und Jugendliche mit Lernschwächen ein. Erfahren Sie, wie Sie Ihrem Kind helfen können und erhalten Sie jede Menge gratis Tipps zum Thema Lernschwächen, Legasthenie, Rechenschwäche, ADS und vieles mehr. |
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