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Ausgewiesene Nichtexperten bestimmen das Ernährungsverhalten in Deutschland! |
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Lebensmittelchemiker,
Sportlehrer, Fitnesstrainer oder Fernsehköche sind ausgewiesene Nichtexperten,
wenn es um eine qualifizierte Diät- und Ernährungsberatung geht. Die
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik fordert daher die staatlichen
Stellen auf, im Sinne der Volksgesundheit und zur Abwendung von Gefahren durch
die Ernährung endlich ein Machtwort zu sprechen: Es darf nicht sein, dass
Menschen, die weder eine Ausbildung noch ein Studium im Bereich der
Ernährungswissenschaft oder Diätetik vorweisen können, Verbrauchern etwas über
Ernährung in der Prävention und Therapie zum Teil hochkomplexer
Krankheitsbilder beibringen wollen, mokieren sich Baumbach und Müller-Nothmann
gleichermaßen. Das ist so, als würde der Fernmeldetechniker die Rechtsberatung
oder der Gas-Wasser-Installateur die Steuerberatung übernehmen. Zudem sollte
darauf geachtet werden, dass die Fortbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten
in den Bereichen Ernährung und Gesundheit den Qualitätsstandards entsprechen
und nicht nur der Einkommenssicherung dienen. Gerade im Gesundheitswesen ist es
erforderlich, das Vertrauen der Verbraucher - nicht zuletzt im Hinblick auf die
zahlreichen Lebensmittelskandale der letzten Jahre - (wieder) aufzubauen. Bei
der momentanen Flut an zum Teil unqualifizierten Informationen und einer
fraglichen Qualität der Ernährungsberatung ist es nicht verwunderlich, dass
wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und darauf basierende Projekte und
Kampagnen bei den Verbrauchern verpuffen. Die Gesellschaft für
Ernährungsmedizin und Diätetik hat sich das Ziel gesetzt den gesundheitlichen
Verbraucherschutz im Bereich Ernährung zu fördern. Das Statement zu diesem
Thema kann ab heute unter www.ernaehrungsmed.de
herunter geladen werden. |