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Allergien auf dem Vormarsch |
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In den
Industriestaaten nimmt die Zahl der Krankheitsfälle an Allergien stetig zu. Aus
medizinischer Sicht sind Allergien, aufgrund der schweren Diagnostizierbarkeit,
eine besondere Herausforderung für jeden Arzt. Für Betroffene stellen sie ein
nachhaltig einschneidendes Ereignis für ihr zukünftiges Leben dar, betonte der
Dermatologe und Allergologe Professor Dr. Albert A. Hartmann aus Aachen bei
seinem Vortrag. Die ansteigende Zahl an Nahrungsmittelunverträglichkeiten in
ernährungsmedizinischen Praxen sei ein Signal für den notwendigen
Paradigmenwechsel in der Ernährungsberatung, stellte der Ernährungsmediziner
Doktor Muss fest. Das Kriterium einer sogenannten gesunden Ernährung lässt sich
nicht mehr allgemeingültig an Hand einiger mehr oder weniger anschaulicher
Modelle wie zum Beispiel der Ernährungspyramide für den Patienten darstellen.
Die Auswahl an Nährstoffen sollte in Zukunft mehr den individuellen Geschmack
aber auch die individuellen Gesundheitsbedürfnisse berücksichtigen, so Muss. 23 renommierte
Referenten berichteten beim 4. Internationalen Diätetik Kongress über neueste
ernährungsmedizinische Erkenntnisse bei Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten,
Osteoporose, rheumatischen Erkrankungen und sekundären Pflanzenstoffen. Den
Kongress eröffneten am Samstag Vormittag im Kármán-Auditorium der RWTH Aachen
der Tagungspräsident Professor Dr. Helmut Mann zusammen mit der Bürgermeisterin
der Stadt Aachen Hilde Scheidt, dem zweiten stellvertretenden Landrat Erwin
Künkeler sowie dem Präsidenten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und
Diätetik e.V. Professsor Dr. Rudolf Schmitz. Die Teilnehmer konnten sich in 27
Vorträgen auf höchstem Niveau fortbilden und nutzten die Gelegenheit für
anregende Diskussionen und das Knüpfen von neuen Kontakten. |