Weihnachten feiern

Weihnachten zu feiern ist ein schöner Brauch und das am ausführlichsten gelebte Ritual in einer Familie, unabhängig vom gelebten oder nicht gelebten Glauben an Christi Geburt. Es geht um das Besinnen auf das Gemeinsame, um das Erleben schöner Tage des Miteinanders, die Weihnachten zu einem besonderen Fest werden lassen können.

Bräuche und Rituale geben Sicherheit in unserer Gesellschaft, in der das soziale Umfeld härter wird und politisch unruhige Zeiten erlebt werden.  
Sie sind in einer immer weniger dem Christentum verbundenen Gesellschaft ein Anker, an diesen Bräuchen mit deutlich heidnischen Wurzeln des christlich geprägten Abendlandes halten sich viele fest.

Vielleicht sind sie das Stück Sicherheit, welches die Kirchen den Menschen im Alltag nicht mehr geben können. Zu Weihnachten ist für viele Menschen der Kirchgang ein Teil des Rituals. Am Heiligabend sind die Kirchen wohl gefüllt, weil ein Stück Besinnung auf die Ursprünge für die Menschen an diesem Tage wichtig ist.

Die Rolle der Familie wird zur Weihnachtszeit sehr klar, denn auch die Einsamkeit vieler wird deutlicher, das Nicht- Reden im Gegensatz zum gern gelebten Miteinander.

Der Anti-Familie steht die der Verbundenheit gegenüber, beide leben ihre Gewohnheiten an solchen Tagen besonders, ob vor dem Fernseher oder am festlich gedeckten Tisch, erstarrt oder erfreut.

Vielen kommt die Erinnerung an besondere Tage oder geplatzte Träume gerade zu Weihnachten zu Bewusstsein und starke Erwartungen sind mit Heiligabend verbunden. Das Erleben von Weihnachten prägt das Denken und Fühlen der Kinder und geht in die Familienrituale der nächsten Generation über - im Guten wie Schlechten.

Wer es schafft, die Konzepte aufzulösen, die er von Weihnachten hat, der kann sich neu öffnen und eine schöne Zeit in der Familie erleben, die schließlich in diesen Tagen eines hat, was immer seltener geworden ist: Zeit füreinander.

 

Autor: Annette Reinhard-Speth

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