Warum gibt es Vaterschaftstests …,

aber keine Mutterschaftstest? Das ist eine informationsökonomisch ganz einfach zu beantwortende Frage. Eine Mutter hat – sofern sie nicht im Koma entbunden hat – stets Gewissheit, dass das neugeborene Kind das eigene Kind ist. Ein Vater kann sich zwar einbilden bei der Empfängnis die tragende Rolle gespielt zu haben, aber er kann sich nie wirklich sicher sein. Die Statistik bestätigt diese Theorie. Während sich die „offiziellen“ Väter beim ersten Kind noch recht sicher sein können, dass das eigene Kind auch das eigene ist, so sieht die Sache beim dritten Kind schon ganz anders aus. Hier sieht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind ein Kuckucksei ist, schon ganz anders aus. Von Restrisiko kann man bei einem Prozentsatz von ca. fünfundzwanzig schon nicht mehr sprechen. In manchen Fällen muss also ein Vaterschaftstest her!

 

Besonders nach einer Scheidung oder wenn es ganz allgemein um Unterhaltsansprüche geht, dann hat der Vater einen Anreiz nachzuweisen, dass er nicht der Vater ist.

Eine Frau dagegen kommt selten in die Verlegenheit diesen Sachverhalt wirklich belegen zu müssen. Chronisch eifersüchtige und misstrauische Zeitgenossen wollen manchmal auch letzte Sicherheit haben, dass sie der Vater sind. So kann ergo das Ergebnis eines solchen Test für den Vater oder auch Nicht-Vater durchaus (je nach Interessenlage) sowohl bei positiven wie negativen Ausgang ein freudiges Erlebnis sein. Dann kann auch schon mal ein „negativer“ Test ein „positiver“ Test sein.

 

Klaus-Martin Meyer

(Geschäftsmodelle)

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