Das wichtigste zuerst: Grundlage der Canapés sind kleine, zurechtgeschnittene oder ausgestochene Brotscheiben, die ausnahmslos ohne Brotrinde sein müssen. Alle anderen, oft als Canapés angebotenen Waren mit Rinde, sind fachlich richtig gesehen keine Canapés. Diese Waren fallen in den Bereich belegte Schnittchen, belegte Brötchen.. Smörrebröd oder Außerdem werden speziell die hellen Brotsorten nach dem zuschneiden kurz angetoastet damit der Belag nicht so schnell eindringen kann und das Brot nicht durchweicht. Canapés werden ohne Besteck gereicht und reihenweise, sortenrein großzügig auf Platten serviert. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sich die kleinen, kulinarischen Kunstwerke auf gar keinen Fall berühren. Zum einen kommen Sie optisch so besser zur Geltung, zum anderen wird die Gefahr vermieden, dass bei der Selbstbedienung am Buffet, die noch nicht von der Platte genommenen Leckerbissen von anderen berührt werden. Der Hauptgrund liegt aber darin, dass sich verschiedene Aromen durch Berührung nicht vermischen können.
Die Geschmacksreinheit von jedem einzelnen Canape hat hohe Priorität, um die Qualität der aufwendig in Handarbeit hergestellten Kunstwerke zu erhalten. Zeitweise waren die original Canapés etwas in Vergessenheit geraten. Im Zuge der steigenden Beliebtheit von Fingerfood erfahren Sie in letzter Zeit aber eine unglaubliche Renaissance. So werden sie heute in der gehobenen Gastronomie und von exklusiven Partyservice Betrieben wieder im Original angeboten.
Woher stammen die Canapés und wie kam es zu dem Namen? Der Ursprung dieser Variante der luxuriösen Esskultur stammt aus Frankreich. Dort wurden sie der feinen höfischen Gesellschaft erstmals im 17. Jahrhundert gereicht. Vor dieser Zeit wurden den Damen und Herren, die sich lasziv auf dem Kanapee räkelten, nur Konfekt, kandierte Früchte und frisches Obst auf einem kleinen Beistelltisch angeboten. Später kamen kleine, pikante Häppchen dazu und die Canapés waren kreiert. Diese handdekorierten Versuchungen wurden meist zu Champagner gereicht.
Früher
Heute
Brotsorten
Ausschließlich Weißbrot ohne Rinde
Hauptsächlich verwendet man immer noch Weißbrot als Grundlage, denn der zarte Geschmack lässt den ausgesuchten Belag erst richtig zur Geltung kommen. Allerdings können heute auch für bestimmte Beläge andere Brotsorten, Kräcker, salziger Mürbeteig oder Pumpernickel verwendet werden. !!! Wichtig !!! Auch heute alle Canapés unbedingt ohne Rinde servieren.
Formen
Meistens rund, gelegentlich rechteckig, quadratisch oder dreieckig
Die Formen von damals gelten immer noch. Jedoch sind der Phantasie heute für bestimmte Anlässe weniger Grenzen gesetzt. So können z.B. aus der Brotgrundlage Herzen für Hochzeiten oder weihnachtliche Formen für Weihnachtsfeiern und ähnliches geformt werden.
Belag
Rustikale Wurst und Käsesorten
Durch die gestiegenen Ansprüche ist fast alles möglich. In der Regel ist der Belag wesentlich hochwertiger geworden. Von Lachs über Pasteten, Roastbeef, Filetsorten, edlen Schinkenvariationen, Scampis, Aal, Forelle, Riesengarnelen und anderen Spezialitäten sind dem Einfallsreichtum keine Grenzen gesetzt.
Aufstrich
Butter
Butter, Frischkäse in den verschiedensten Variationen, Sardellenbutter, Kräuterbutter, Pesto, Bärlauchcreme, Hummerbutter, Muschelcreme, Krabbencreme, Paprikamark, Sahnemeerrettich, Kaviarcreme, Knoblauchbutter, Senf, Cumberlandsauce und was sonst noch gefällt und zum Belag passt.
Garnitur
Pikante Gemüsedekorationen
Wesentlich aufwendiger aus Obst und Gemüse, mit frischen Kräutern, verschiedenen Kaviarsorten, Salaten, Nüssen, Sardellen und vielem mehr.
Größe
Damals waren es mundgerechte Pikanterien, die nicht größer als 3,5 cm bis 5,5 cm Durchmesser sein durften, um mit einem Bissen verspeist werden zu können.
Aufgrund der immer luxuriöser gewordenen Beläge sowie der aufwendigeren Garnituren, dürfen es heute auch mal zwei Bissen sein damit die Leckereien noch besser zur Geltung kommen. So haben zum Beispiel unsere runden Canapés einen Durchmesser von ca. 6,8 cm bis 7,3 cm.
Getränke
Immer zu Champagner gereicht
Champagner, Sekt und Prosecco sind immer noch die Klassiker bei Stehempfängen und Fingerfood Buffets. Aber auch Bier und Wein sowie alkoholfreie Getränke sind heute gesellschaftsfähig geworden.