Onlinespiele: Es muss nicht immer Multiplayer sein
Sogenannte MMORPGs (die englische Abkürzung für Mehrspieler-Rollenspiele über das Internet) sind spätestens seit dem Release von 'World of Warcraft' im Winter 2004 in aller Munde. Der überwältigende Erfolg des von der kalifornischen Spieleschmiede Blizzard entwickelten Fantasy-Titels sowie damit einhergehende Begleiterscheinungen wie zahllose hochgradig spielsüchtige Jugendliche haben dem Genre entgültig zum Sprung in die Massenmedien verholfen.
Seit in reißerischen TV-Berichten Spieler porträtiert wurden, die nächtelang mit virtuellen Gefährten durch die Wälder zogen und darüber ihre reale Existenz völlig vernachlässigten, hat jeder irgend eine Meinung zum Gamen im Internet.

Kritiker argumentieren, MMORPGs haben meist weder einen Anfang noch ein Ende und aus dem Spielverlauf ergeben sich immer neue Anreize zum Weiterspielen. Des Ansehens bei den Mitspielern könne sich dabei nur sicher sein, wer zeitintensive Abenteuer bestreite - einzelne sogenannte 'Quests' dauerten nicht selten acht bis zehn Stunden am Stück.
Ein geregelter Job oder der Partner komme da zwangsläufig zu kurz, mit immer neuen Ausreden und Lügen müsse das Umfeld ruhig gestellt werden. Von der anderen Seite wird entgegnet, Onlinespiele wie 'World of Warcraft' vermitteln wertvolle und in das 'Real Life' übertragene soziale Verhaltensregeln. Nur in der Gruppe seien die Spiele erfolgreich zu bestreiten, die Kommunikation mit den Mitstreitern sowie die Beschützung Schwächerer stellen zentrale Spielelemente dar. Virtuelle und tatsächliche Realität könnten von den allermeisten Gamern darüber hinaus sehr wohl getrennt werden, erwachsenen Menschen dürfe man nicht ihren Freizeitkonsum vorschreiben.

So problematisch die Thematik ist, die generelle Verteufelung von Onlinespielen greift in jedem Fall viel zu kurz. Denn MMORPGs machen nur einen kleinen Teil des Angebots aus: Neben etwa browserbasierenden Multiplayerspielen gibt es zahlreiche kostenlose Flashgames. Diese kleinen gratis Programme lassen sich zwar in der Regel maximal zu zweit und vor einem Monitor spielen, machen dafür aber - anders als viele Multiplayerspiele - ab der ersten Sekunde Spaß. Die Vielfalt ist zudem einzigartig - tausende hochklassige Flashgames aus den verschiedensten Bereichen tummeln sich kostenlos abrufbar im Internet. Dank Portalen wie playlink.de geht trotzdem der Überblick nicht verloren: Die Onlinespiele werden hier kategorisiert und getestet, meist gibt es dazu kleine Anleitungen sowie hilfreiche Kniffe.

Johannes Haupt
< zurück   weiter >