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Navigationssystem Galileo |
| Taschenempfänger in der Größe eines Handys können aus den Funksignalen der Satelliten die eigene Position mit einer Genauigkeit von wenigen Metern bestimmen. Galileo ist für zivile Zwecke konzipiert und unterliegt nicht, wie das US-amerikanische GPS und das russische GLONASS, einer nationalen militärischen Kontrolle.Galileo wird das erste satellitengestützte Positionsbestimmungs- und Navigationssystem speziell für zivile Zwecke sein. Lediglich mit Hilfe eines kleinen Empfängers werden wir den eigenen Standort bis auf wenige Meter genau bestimmen können. | Galileo ist wesentlich für die Zukunft der europäischen Industrien im Bereich der Hochtechnologien. Mit Galileo werden neue, umfangreiche Märkte erschlossen. Es wird Europa den entscheidenden technischen Vorsprung für den internationalen Wettbewerb verschaffen. Entscheidend für Europa und für die ganze Welt ist, dass unabhängig vom derzeitigen technologisch älteren US-amerikanischen Monopol des Globalen Positionsbestimmungssystems (GPS), ein weiteres, effizienteres und noch zuverlässigeres Angebot besteht. |
Kern des Galileo-Systems sind 30 Satelliten, die die Erde auf drei verschiedenen Kreisbahnen mit einer Bahnneigung von 56° zum Äquator in 23 616km Höhe umkreisen. Jeweils zehn Satelliten werden gleichmäßig auf jeder einzelnen Bahn verteil; die Satelliten benötigen etwa 14 Stunden für eine Erdumrundung. Einer der Satelliten auf jeder Ebene ist ein aktiver Reservesatellit, der ggf. die Funktion eines in der betreffenden Bahn ausgefallenen Satelliten übernehmen kann.
Zwei Galileo-Kontrollzentren in Europa werden die Konstellation sowie die Synchronisierung der Atomuhren der Satelliten, die Integrität der Signalverarbeitung und die Datenverarbeitung sämtlicher internen und externen Elemente steuern. Sämtliche Bodenstationen und Einrichtungen sind über terrestrische Verbindungen und über VSAT-Verbindungen in einer eigenen weltumspannenden Kommunikationsnetz miteinander vernetzt. Der Datentransfer zu den Satelliten und von den Satelliten erfolgt über ein allgemeines Netz von Galileo-Uplink Sationen, jeweils mit einer Telemetrie-, Telekommunikations- und Tracking-Station und einer Station für Aufwärtsverbindungen zu Flugmissionen. Die Galieleo Sensorstationen überwachen die Qualität der von den Satelliten übermittelten Navigationssignale. Informationen dieser Stationen werden über das Galileo-Kommunikationsnetz an die beiden Boden-Kontrollzentren weitergegeben. http://www.galileo-navigationssystem.com |