Taxi - Droschke - Fiaker

Taxi
Der Begriff „Taxi“ bürgerte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für ein Mietauto ein, das sich von dem gekürzten Wort Taxameter (frz. taximètre, lat. Taxare) herleitet. Dieses Wort stammt aus dem zusammengesetzten französischen Wort taxi (Taxe, Preis, Gebühr) und métre (im Sinne von Meßgerät, messen). Ursprünglich wurde nur das im Mietwagen angebrachte Meßgerät so bezeichnet, später ging aber die Bezeichnung auf den Mietwagen selbst über.

Droschke
Im Jahre 1811 führte der Dessauer Pferdehändler Alexander Mortgen (oder Mortier) in Berlin die „Warschauer „Droschken“ ein, die bereits in Petersburg und Warschau im Einsatz waren. Das waren einspännige Wägen mit halben Verdeck für zwei Fahrgäste. Mortgen übernahm die Bezeichnung Droschken (russ. drozki „leichter Wagen, das zu russ. droga "Verbindungsstange" zwischen Vorder- und Hinterachse" gehört) und führte damit den Namen in den deutschen Sprachgebrauch ein.

Fiaker
Der Name leitet sich von dem irischen Einsiedler Fiacrius (610 - 670) her, der seine Heimat verließ, um in Einsamkeit Gott dienen zu können.

Er erhielt vom Bischof Faro von Méaux ein Waldstück nahe der Stadt und richtete sich eine Einsiedelei ein, die später zu einem Kloster wurde. Die Legende berichtet, dass der Wald zu einem blühenden Garten wurde, als Fiacrius mit seinem Stab die Erde berührte. Im Jahre 1662 bot der Pferdehändler Nicolas Souvage Pferdewagen in Paris zur Vermietung an. Verschiedene Versionen begründen nun die Namensherkunft: er hatte seinen auf dem Giebel seines Hauses den Schutzpatron „St.-Fiacre“ aufgestellt. Da er an der Strasse St.-Martin in einem Hause wohnte, das Hôtel St.-Fiacre hiess und ein Bild des heiligen Fiacrius trug, erhielten die Mietkutschen den Namen "Fiacres" Die Pferdekutscher in Paris hatten ihren Standplatz vor einem Wirthaus, an dessen Hauswand das Bild des Hl. Fiacre angebracht war. In der nach dem Hl. Fiacre benannten Rue Saint-Fiacre befand sich der Hauptstandplatz der Pariser Mietdroschken. Nach Fiacrius werden die von Pferden gezogenen Mietwagen "Fiaker" genannt, weil sie vor der ihm geweihten Kirche in Paris ihren Warteplatz hatten. (Version der Katolischen Kirche) Für die Wiener Kollegen ist er bis heute der Namenspatron.
Dies ist ein Auszug aus dem Taxilexikon der Firma GEROTAX GmbH aus München.

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